Das ist Sysplace

Herausforderungen
Sowohl im Freizeit- als auch im Businessbereich haben sich Anwender inzwischen daran gewöhnt, statt eines Desktop-Rechners verschiedenste mobile Geräte wie Tablets oder Smartphones ergänzend oder im Zusammenspiel zu verwenden. Dabei wechseln Sie je nach Aufgabe oder Kontext beliebig zwischen unterschiedlichen Endgeräten hin- und her, was in der Fachwelt als “Ecosystem of Displays” bezeichnet wird. Betrachtet man neben den Geräten auch noch die unterschiedlichen Interaktionsformen und die Einbettung in einen Arbeitsablauf spricht man von “Blended Interaction”. Entscheidend ist hierbei, dass sowohl die Integration in die Umgebung und Arbeitsabläufe als auch die Interaktion über Gerätegrenzen hinweg so natürlich und unauffällig wie möglich gestaltet wird. Dieser Übergang zwischen verschiedenartigen Geräten in einer zusammenhängenden Nutzeraktion ist noch weitgehend unerforscht und bringt für Softwareentwickler und Gestalter große Herausforderungen mit sich.

Pattern im Interaction Design
Die Blended Interaction Pattern sollen Anleitung zur Gestaltung der Systemübergängen für gemischte Systemlandschaften zur Verfügung stellen. Die Pattern sollen eine hohen Ästhetik der Interaktion für den Anwender gewährleisten, aber auch die Implementierung unterstützen. Sie schaffen eine Brücke zwischen dem Anwendungskontext, den technologischen/sensorischen Voraussetzungen und der Implementierungen. So werden neben der Beschreibung der Interaktion Codefragmente zur Verfügung gestellt, die für dedizierte Geräte Implementierungsbeispiele zur Verfügung stellen. Die in Abb. 1 dargestellte Bump-Geste kann abhängig vom Kontext durch Synchronisation von Timestamps und mittels Bluetooth-Übertragung der Daten oder über einen Webservice bei existierender WLAN Verbindung realisiert werden.

Anwendungsszenarien
Use Case 1: Interaktive Kundenbetreuung (Beratung, Kauf, After Sales) am Beispiel Automobilbranche

  • Erste Konfiguration des Autos am Tablet zu Hause
  • Beratung und Auswahl der Ausstattung am Tabletop im Autohaus
  • Virtuelles Fahrerlebnis beim Autohändler an der großen Leinwand
  • Das erste virtuelle Einparken des neuen Autos in der heimischen Garage mit der VR-Brille
  • Beratung und weiterführende Information durch einen Virtual Product Genius

Use Case 2: Interne Arbeitsorganisation im kollaborativen Umfeld am Beispiel Produktion

  • Sammlung und Organisation von Aufgaben am Tabletop
  • Verteilung der Aufgaben an verschiedene verantwortliche durch Übertragung auf Smartphones
  • Virtuelle Teilnahme via Telepräsenz und Virtual Promoter

Architektur
Softwareentwickler von Anwendungen, die im Rahmen der gemischten Systemlandschaften laufen, stehen vor der großen Herausforderung, dass zur Entwicklungszeit nicht abschätzen können, in welche anderen Teilsysteme diese eingebunden werden sollen. In SYSPLACE sollen Ansätze zur Konzeption von ad-hoc System-of-Systems entwickelt werden. Diese sollen es ermöglichen verschiedenen Teilsystemen (bspw. AR-Brillen App, Mobile App, Desktop Anwendung) erst während der Nutzung zu kombinieren und damit ein dynamisches, sich ständig variierendes Gesamtsystemen zu bilden. Die beschriebenen Herausforderungen sollen zum einen durch geeignete Modellierungsansätze zum anderen durch einheitliche Architekturlösungen adressiert werden.

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